Donnerstag, 12. Dezember 2013

[Der LACKtastische Adventskalender] Türchen Nr. 12 - Rentiere.............


.....pünktlich zur Halbzeit gibt es eine kleine Geschichte von mir. Viel Spaß beim Lesen :).

.....es war einmal ein Rentier Paar. Sie hießen Finni und Rudi und lebten glücklich zusammen.

Als Maskottchen des Halleschen Weihnachtsmarktes hatten sie ein recht chilliges Leben, denn außer in der Vorweihnachtszeit hatten sie nicht viel zu tun.

Eines Abends, es lief mal wieder nichts im Rentier TV, sagte Rudi zu Finni „Komm, lass uns einen leckeren Glühwein trinken“. Finni überlegte kurz, denn eigentich hatte sie noch etwas vor. Sie wollte für sich und Rudi Rentier Pullover stricken, damit sie an kalten Tagen hübsch gekleidet sind.

Doch sie konnte dem verführerischem Geruch nicht widerstehen und trank mit Rudi ein Täschen Glühwein.....und dann noch eins, und noch eins......Rudi öffnete die zweite Flasche und das Unheil nahm seinen Lauf.

Für den nächsten Tag waren arktische Temperaturen angesagt und Finni musste unbedingt noch die Pullover stricken, damit ihr geliebter Rudi nicht frieren muss.

Aufgrund des übermäßigen Glühweinkonsums bekam das Muster des Pullovers eine leichte Schieflage. Dann rutschte sie auch noch mit der Stricknadel ab und hatte eine Schramme im Gesicht. Finni hat sich natürlich total geärgert und bekam gleich Stresspusteln im Gesicht. Aber was sollte Finni machen? Zeit einen neuen Pullover zu stricken blieb nicht mehr, denn draußen waren schon dicke Schneeflocken im Anmarsch.

Sie nutzte einfach die Gunst der Stunde, oder besser des Glühweins, und zeigte Rudi ihre Werke. Rudi war total begeistert von dem selbstgestrickten Pullover, vor allem dass dort ihre Artgenossen drauf waren. Er bedankte sich überschwänglich bei Finni mit einem dicken Knutscher.

Finni war beruhigt, dass Rudi ihr Fehler nicht auffiel und sie gingen beide zu Bett.

Rudi war am Morgen, wie immer als Erster wach und holte erstmal die Zeitung und Frühstück. Als er zurückkam war er völlig durchgefroren und Finni fragte ihn, warum er denn nicht seinen neuen Pullover trägt.

„Welchen Pullover?“ erwidert Rudi. Darauf antwortet Finni ihm „Na, den ich dir gestern Abend gestrickt habe.“ und hielt ihm den Pullover unter die Nase.

Doch Rudi hatte einen totalen Blackout und konnte sich an nichts erinnern. Finni hüpfte aufgeregt vor ihm hin und her „Gestern hab ich dir doch den Pullover gezeigt und du fandest ihn toll.“ Doch als sie seinen fragenden Gesichtsausdruck sah, veränderte sich auch ihre Mine.

Rudi dachte im Stillen ‚Was??? Das schiefe Ding hat mir gestern gefallen? Hui, dann muss es aber echt viel Glühwein gewesen sein......Ohhhh verdammt, warum guckt sie denn jetzt so komisch. Mh, wenn ich jetzt sage, dass ich den Pullover nicht schön finde, ist sie bestimmt wieder sauer und meckert, dass ich nicht immer so viel trinken soll....’ und setzte dann sein breitestes Lächeln auf, fiel Finni überschwänglich um den Hals und sagte zu ihr „Meine liebste Finni, wie konnte ich nur den schönsten Pullover der Welt vergessen, den DU extra für MICH gestrickt hast. Hätte ich doch da gleich heute früh dran gedacht. Ich werde ihn sofort anziehen und eine Runde damit spazieren gehen.“

So zog Rudi seinen blauen Pullover mit schiefem Reniermuster an und präsentierte sich Finni. Und da fing es auch an in ihrem Kopf zu rattern ‚Soll ich das gestrickt haben? Wie konnte das denn nur so schief werden? Kein Wunder, dass Rudi den Pullover nicht mag, sowas würde ich ja auch nicht anziehen. Oh jeeeee, nie wieder Glühwein. Also zumindest nicht, wenn ich vorhabe etwas zu stricken.’

Natürlich konnte sie Rudi gegenüber ihr Mißgeschick ja jetzt nicht zugeben und sagte ihm , dass er in dem Pullover ganz toll aussieht und er total seinen Augen betont.

Rudi freute sich natürlich trotzdem über das Kompliment. Als er zur Seite schaute, fiel ihm auf, dass da noch etwas Rotes auf dem Sofa lag. Es war der Pullover, den Finni für sich selbst gestrickt hat. „Guck mal Finni, du hast deinen Pullover ja auch noch nicht angezogen!“ sagte Rudi, nachdem er erkannte das das Muster auf dem roten Pullover genauso schief war, wie auf seinem.

„Ach gut, dass du es sagst. Danke Rudi.“ sprach Finni und dachte ‚Oh mein Gott, der sieht ja noch schlimmer aus, als der von Rudi. Aber, wenn er seinen schon angezogen hat, muss ich es wohl jetzt auch.’ und zog sich den Pullover über.

Finni und Rudi standen sich gegenüber, schauten sich an und brachen augenblicklich in schallendem Gelächter aus.

Sie stellten dann beide fest, dass es eindeutig zu viel Glühwein am Abend zuvor war.

Aber Rudi war es mittlerweile egal, ob das Muster schief war oder nicht. Er freute sich einfach wahnsinnig darüber, dass Finni ihm einen Pullover gestrickt hat. Finni war ganz gerührt und so beschlossen beide, in ihren selbsgestrickten Pullovern, einen Spaziergang durch den verschneiten Wald zu machen. So gingen sie dahin, die Geweihe ineinander verschlungen......und wenn sie nicht gestorben sind, leben sie noch heute...........












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